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1.1. Aktion Hummelschutz nicht mehr per Mail erreichbar
Wegen zahlreicher Spammails, die zum Teil auch Viren enthielten, musste ich die bisherige E-Mailadresse löschen. Auch Nachrichten, die an die Absenderadresse dieses Newsletters gehen, werden automatisch gelöscht.
Zur Kontaktaufnahme nutzen Sie bitte in Zukunft das Kontaktformular auf der Homepage oder das Forum.
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1.2. Hacker zerstört das Forum
Am 13.07. hat sich ein übler Zeitgenosse Zugriff auf eine Datenbank meiner Homepage verschafft. Die Datenbank enthielt alle Beiträge und Einstellungen des Forums. Der Hacker kannte sich offenbar aus und nutzte eine Sicherheitslücke des Forums.
Alle Beiträge und Usereinträge wurden zerstört und sind damit verloren. Ich persönlich stehe nun vor einem Scherbenhaufen und kann nur hoffen, dass sich die Hummelfreunde nicht von dieser Situation entmutigen lassen und das neue Forum schnell wieder mit Leben füllen.
Forum
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2.1. Führt neue Idee der Obstbauern zum Hummeltod?
Es handelt sich nicht um das neue Projekt von Christo und doch erinnern die Obstplantagen in Heidesheim stark an die Werke des amerikanischen Verpackungskünstlers.
Die ansässigen Landwirte haben sich auch dank EU-Subventionen (75.000 der 150.000 Euro werden von der EU getragen) dazu entschlossen, eine insgesamt 13 Hektar große Apfelbaumplantage komplett mit einem Netz zu überdachen, nur die Seiten bleiben dabei offen. Das Netz ist engmaschig und soll von Mai bis September installiert bleiben. Dadurch erhoffen sich die Bauern, Hagelschäden an den Äpfeln zu verhindern.
Nun weiß jeder, was ein Insekt wie z.B. eine Fliege macht, die man im Zimmer einsperrt: Sie fliegt ständig gegen die Scheibe, dem Licht entgegen und findet eine geöffnete Tür höchstens durch Zufall.
Deshalb ist zu befürchten, dass auch die Hummeln und Bienen, die von den Blüten angelockt werden, nicht mehr den Weg in die Freiheit finden, sondern vielmehr bis zur völligen Erschöpfung immer wieder nach oben fliegen, um dort am Netz hängen zu bleiben und irgendwann zu sterben.
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2.2. Dringend: Stoppen Sie Künast!
Das Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft unter der Leitung von Renate Künast hat einen Verordnungsentwurf beschlossen, der vorschreibt, dass Landwirte auf stillgelegten Flächen zwar insektenfreundliche Pflanzen aussäen müssen, diese aber mindestens einmal im Jahr abgemäht werden müssen. Dazu kommt, dass diese Mahd bereits ab dem 16. Juli eines jeden Jahres erlaubt ist.
Eine ökologisch zu befürwortende Aussaat mehrjähriger Trachtpflanzen ist dadurch sinnlos. Dazu kommt, dass den Tieren im Sommer eine weitere Nahrungsgrundlage genommen wird. Da die Hummeln wegen der Trachtpflanzenlücke ohnehin schon Hunger leiden und Vermutungen dahin gehen, dass viele Tiere sogar an dem Nahrungsmangel sterben (s. Homepage > Fakten > Hummelsterben im Spätsommer), ist der Zeitpunkt zur Mahderlaubnis falsch gewählt.
Daneben gehe ich davon aus, dass die Nester von den schweren Maschinen geschädigt oder zerstört werden. Bei der Mahd bleibt von einem oberirdischen Hummelnest sicherlich nur noch wenig übrig.
Anfang September soll der Entwurf im Bundesrat verabschiedet werden und mit dem 1. Januar 2005 in Kraft treten. Deshalb habe ich in einem Brief an Frau Künast bereits vor den Folgen gewarnt und Sie gebeten, den Entwurf zu ändern. Auch Sie können gegen diesen Verordnungsentwurf protestieren.
http://aktion-hummelschutz.de/protest
Dazu gibt es auf der Homepage einen vorbereiteten Brief, den Sie mit Ihrem Namen versehen per E-Mail an Frau Künast senden können. Unter der Adresse http://aktion-hummelschutz.de/protest finden Sie den Brief sowie einen Auszug aus dem Verordnungsentwurf.
Bitte unterstützen Sie uns in diesem Vorhaben. Es ist wichtig, dass sich viele an der Aktion beteiligen, da einzelne Mails wahrscheinlich nicht die gewünschte Wirkung haben.
Hier nochmal die Internetadresse:
http://aktion-hummelschutz.de/protest
Diskussion im Forum
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2.3. Hummeln: Soziale Insekten als Sozialparasiten
Vielleicht ist der Kuckuck ja der Urtyp aller asozialen Vögel. Paart sich und legt dann sein Ei ins gemachte Nest. Wohlgemerkt ins gemachte Nest eines ganz anderen Vogels. So kann auch mal ein ahnungsloses Rotkehlchen ungewollt zur Kuckucksmutter werden. Und zu allem Übel kommt noch hinzu, dass der Kuckuck einfach die gesamte Konkurrenz an Brüdern und Schwestern über Bord gehen lässt, bis er alleine im Nest ist und sich alles um ihn dreht.
Die Arbeiterinnen von Erdhummeln sind zwar nicht ganz so dreist, müssen sich aber getrost das Schimpfwort Sozialparasit gefallen lassen. Andrew Bourke (Bild) von der Zoologischen Gesellschaft in London hat einige der sozialen Hummeln als Sozialparasiten entlarvt. Von 32 untersuchten Hummelstaaten der Erdhummel tauchten im Spätsommer in 17 Völkern 81 Drohnen auf, die definitiv nicht Söhne von der jeweiligen Königin waren.
Nun weiß man, dass manchmal auch Arbeiterinnen des eigenen Volks die Position der Königin streitig machen und eigene Eier legen, aus denen dann Drohnen schlüpfen (s. Homepage). Bourke führte also einen Vaterschaftstest, pardon, Mutterschaftstest durch und konnte nun klären, aus welchen Eiern die Drohnen entstanden waren und wer die Eier gelegt hatte.
28 dieser Drohnen waren aus Eiern entstanden, die die eigenen Arbeiterinnen abgelegt hatten. Das bedeutete aber gleichzeitig, dass die übrigen 53 Drohnen von Arbeiterinnen sind, die gar nicht zu dem Staat gehörten und stattdessen die eigenen Eier einem anderen Volk und einer anderen Königin untergeschoben hatten. Dieses Volk musste dann die fremden Drohnen durchfüttern. Mit Hilfe der DNA-Proben konnte dieser Sozialparasitismus bewiesen werden.
Tatsächlich konnte Bourke einige Arbeiterinnen aus völlig fremden Staaten beobachten, die sich in äußerst aggressiver Weise durchsetzten und eigene Eier legten.
Beim Kuckuck ist dieses Verhalten ja normal, bei der Hummel jedoch nicht die Regel. Von den 7916 untersuchten Drohnen waren nur die besagten 81 Tiere nicht von einer Königin erzeugt worden.
Meuterei im Hummelstaat: Arbeiterinnen revoltieren gegen die Königin
Homepage Andrew Bourke / Zoologische Gesellschaft London
P.S.: Es gibt eine Gruppe von Hummeln, die man gemeinhin als Kuckuckshummeln bezeichnet. Diese stellen aber eine eigene Art dar, sind auch Schmarotzer, haben aber mit dieser Untersuchung nichts zu tun: Schmarotzer- oder auch Kuckuckshummeln
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- Lopez-Vaamonde, C., Koning, J. W., Brown, R. M., Jordan, W. C., Bourke, A. F. G., 2004: Social parasitism by male-producing reproductive workers in a eusocial insect. In: Nature, 430 (29.07.2004), 557 - 560
Der Fachartikel zu Nachricht 2.3., Internetaufruf des Artikels leider kostenpflichtig.
- Sächsische Zeitung, 20.04.2004, Internetaufruf des Artikels leider kostenpflichtig
Imker hebt die Bedeutung der Biene hervor, weil die Bestäubungsarbeit der Hummel im Frühjahr nicht gleichwertig sei. Dies ist bezogen auf die Anzahl der verfügbaren Bestäuber sicherlich richtig, doch dass egal wie viele Bienen nicht eine einzige Blüte bestäuben, wenn die Temperaturen unter 8°C im Frühjahr sinken (was häufig vorkommt), die Hummeln dann aber trotzdem fliegen, wird leider nicht erwähnt. Mehr auf der Homepage, Rubrik Fakten.
- http://www.portentillalvaret.nu
Eine schwedische Internetseite, die ich leider nicht verstehe, doch schreibt mir ein Hummelfreund und Schwedenkenner, dass dort "Hummelsafaris" angeboten werden.
- http://www.rundschau-online.de...
Landwirt berichtet von seiner Gewächshaus-Tomatenzucht. Hummeln kommen als Bestäuber zum Einsatz. Kölnische Rundschau, 06.07.2004
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