Lieber Hummelfreund, |
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1.1. Fakten: Tagebuch fortgesetzt Ausschnitt aus dem Update: In den beiden letzten Aktualisierungen berichtet Johann Wiedl u. a. vom Hummelsterben, das dramatische Züge bei den Hummelvölkern angenommen hat. Diese sind im Stadtgebiet von Emmerich verteilt und der Autor vermutet, dass die Linden im nahen Stadtpark Einfluss auf den Tod der Tiere haben (s. auch Nachricht 2.5.). Hier sterben so viele Tiere, dass der Rückgang anhand des Flugverkehrs in Nestnähe stark abgenommen hat. 1.2. Fakten: Artenliste optimiert 1.3. Mitmachen: Schöne Fotos als Grußkarten 1.4. Schutz: Aufklärung durch Flugblatt und Plakate erleichtert 1.5. Lehrer: Aufbau von Insekten am Realobjekt |
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2.1. Kampagne gegen den Bienenstockkäfer Dabei ist interessant, dass der Käfer "westliche" Bienen sogar dazu animieren kann, gefüttert zu werden. Afrikanische Bienen erkennen dagegen den Feind und mauern ihn sofort mit Wachs ein. Der Käfer ist dann sozusagen in einem Gefängnis gelandet. Diese interessanten ökologischen Zusammenhänge werden in Deutschland am Biozentrum der Uni Würzburg untersucht. Würde es in der Natur zu einem Befall von Hummelvölkern kommen, wäre das dramatisch. Hummeln erkennen den Parasiten nicht, eine Unterstützung für betroffene Völker, die bei Bienen durch den Imker noch möglich wäre, ist bei den Hummeln unmöglich. Da die Hummeln auch ein einmal begonnenes Nest nicht wieder verlassen, stirbt der ganze Staat. Ökologisch betrachtet ist es allerdings unmöglich, dass ein Parasit seinen Wirt komplett ausrottet. Trotzdem könnte die ohnehin geschwächte Hummelpopulation weiter dezimiert werden. Der Killer-Käfer bleibt für Hummelfans - jedenfalls für diesen Augenblick - glücklicherweise nur ein Gespenst. 2.2. Bienentod: Welchen Einfluss hat Bayers "Gaucho®"? Bayer entwickelte das systematische Insektengift Gaucho®. Die behandelten Samen nehmen das Gift auf, es verteilt sich dann in der ganzen Pflanze. Insekten, die von der Pflanze fressen, sterben. Selbst im Pollen konnte man es nachweisen, so dass auch Bienen und Hummeln daran sterben. In Frankreich wurde jetzt ein Gaucho®-Verbot für Sonnenblumen ausgesprochen, nachdem bekannt wurde, dass es für die erheblichen Ertragseinbußen verantwortlich war. Statt wie bislang 35kg Honig/Bienenstock ernten zu können, waren es nur noch 5-6. Der französische Imkerverband wirft Bayer die Verschleierung von Risikien vor. In Deutschland gibt es kein Anwendungsverbot. 2.3. Haben Hummelschützer klügere Hummeln?
Ein Insekt muss sich zwar nicht den Parkplatz, aber den Standort des Nests merken. Dabei ist sein Gehirn kleiner und es vergehen mit dem Sammeln von Nektar und Pollen durchaus mehrere Stunden. Das Tier legt dabei einen langen Weg, ein Vielfaches unserer Wegstrecke vom Einkaufen zum Parkplatz zurück. Brigitte Bujok, eine Mitarbeiterin einer Arbeitsgruppe von Prof. Tautz an der Uni Würzburg, fand nun heraus, dass die Temperatur in einem Nest entscheidend für die spätere Denkleistung ist. Schon Karl von Frisch hatte festgestellt, dass es Tiere gibt, die besser als andere tanzen können (sogenannter Schwänzeltanz, der Angaben über einen lohnenden Pflanzenstandort gibt). Dabei geht es um die Genauigkeit, mit der ein Tier den Pflanzenstandort durch das Tanzen angibt. Wachsen die Insekten bei höchstens 34,5 Grad Celsius heran, dann vergessen diese Tiere ihr angelerntes Wissen leichter und führen weniger wirksame Schwänzeltänze auf. Die "klügsten" Bienen entwickeln sich dagegen aus Puppen, die bei 36 Grad Celsius gehalten werden. Wenn sich diese Erkenntisse auf Hummeln übertragen ließen, hätte das auch erstaunliche Auswirkungen für uns Hummelfreunde. Denn in den Nistkästen lässt sich für die Arbeiterinnen wesentlich leichter das Klima regulieren und bei einer hohen Temperatur halten, als bei Naturvölkern. Dann würden also die klügeren Hummeln bei den Hummelschützern aufwachsen. 2.4. In eigener Sache: Viele Nutzer im Juni 2.5. "Killerlinden" und "Killergärten": Hummeln im Sommer helfen An diesem Thema hat sich bereits eine Diskussion im Forum entzündet, die auch schon etwa 450 Mal aufgerufen wurde. Obwohl bislang also unklar bleibt, welchen Einfluss Linden auf den massenhaften Tod der Hummeln haben, bleibt trotzdem eins: Gartenbesitzer sollten verstärkt zahlreiche Pflanzen in den Garten setzen, die im Juni, Juli und August Nektar spenden. Hier folgt deshalb eine kleine Auswahl mit lohnenden Pflanzen:
Pflanzenlisten für die Monate Juni - August 2.6. Pro Sieben: Galileo zeigt Hummelbeitrag |
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4. Impressum |
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